Kommentare

  1. Reinhard E. R. Wilhelm sagt:

    Auf welcher Grundlage soll die AfD anderen Leuten einen christlichen Lebensstil oder “nur” christliche Werte vorschreiben ? Für derartige Sachen sind die Kirchen zuständig. Ich persönlich pflege einen konservativ- traditionellen und meine Frau einen katholisch-traditionellen Lebensstil. Ich habe kein Interesse daran, anderen meinen Lebensstil vorzuschreiben. Von mir aus soll der Ali mit seinem Gebetsteppich glücklich werden. Hauptsache er hält sich an das Grundgesetz und bringt sich als anständiger Bürger ein. Genauso recht sind mir agnostische oder humanistische Lebensweisen. Ein ordentlicher Mensch ist ein ordentlicher Mensch, egal auf welcher ideologischen Grundlage er sein Leben gestaltet. Ein schlechter Mensch ist ein solcher, mag er täglich Gebete sprechen oder nicht. Ich habe mehr als genug bigotte Menschen aller Ideologien und Glaubensrichtungen kennen gelernt. Wenn jemand meint, er müsse ein Kind im Mutterleib töten, dann muss der Staat juristisch prüfen, ob dies eine strafrechtliche Relevanz hat. Ob diese Person sich vor einem Gott verantworten werden muss, das wird er irgendwann wissen und es ggf. tun. Ob diese Person später mit der Tötung selbst klarkommt, das wird sie sehen müssen. Ich werde meine Finger auf diese Person nicht zeigen, weder positiv noch negativ. Es ist schlichtweg ihre Sache, ggf. die der Justiz. Es ist ihree Sache, was sie macht, und es ist meine Sache, wie ich sie für mich selbst im Verhältnis zu dieser und diesen Personen bewerte ( selbstredend nicht positiv ).

    1. Hannes Wagner sagt:

      @Herrn Wilhelm: Ich habe die Stelle im Text nicht gefunden, wo Hardy Schumny verlangt, sie AfD solle “anderen Leuten einen christlichen Lebensstil oder ‘nur’ christliche Werte” vorschreiben. Kann es sein, dass sie dies einfach unterstellen?
      Demokratische Politik läuft so: Es werden christlich, atheistisch und anders geprägte Vorschläge gemacht, sie kommen in Parteiprogramme, die Parteien werden gewählt oder abgelehnt. Im Falle einer Wahl der AfD, der Grünen der Linken usw. und einer Regierungsbeteiligung könnte es dazu kommen, dass Teile des Parteiprogramms verwirklicht werden. Wo liegt das Problem?

  2. Stephan Wunsch sagt:

    Falsch. Die AfD wird vielmehr liberal-konservativ werden. Das Glaubensgedöns interessiert außer den Hardcore-Christen niemanden. Nur die machen so einen Bohei darum. Die weit größere Mehrheit der Parteimitglieder, wie auch der sonstigen Bürger, hat andere Prioritäten und Probleme. Was Sie hier erzählen, interessiert die nicht. Daher werden sie sich auch nicht damit befassen. Zumal die penetrante Salbalderei nervt.

    Natürlich darf der AK Christen in der AfD gerne christlich-konservativ sein. Er soll sich aber doch bitte nicht zu der Hybris versteigen, das würde für die ganze Partei gelten.

  3. Rainer Rösl sagt:

    Wichtigster Satz, der die Wahrheit wie zu einem geschliffenen Diamant verdichtet:

    “Die Alternative für Deutschland wird entweder christlich-konservativ oder überflüssig sein.”

    Alles andere sind Wunsch-Vorstellungen einer parteiinternen Minderheit. Bisher war dies so nicht klar, mir jedenfalls nicht. Sieht man sich hingegen an, was sich heute in Berlin abspielt, so ist eindeutig bewiesen, daß die Delegierten – für mich wahre Helden – nichts anderes tun, als diese Wahrheit umzusetzen in eine konkrete Liste mit Top-Leuten: Lucke, von Storch, Kölmel, Tibesius, Jongen – wie im Film!

  4. Roger Hezler sagt:

    Liebe Parteifreunde,
    bitte lasst mich zusammenfassen:

    Glaube ist etwas wichtiges im Leben was den Menschen Halt gibt, es steht dabei jedem frei an das zu glauben was nachvollziehbar und schlüssig ist.
    Ich persönlich glaube auch, allerdings nicht an die schlecht überlieferten Märchen, welche man mir seinerzeit schon in der Schule gelehrt hatte.
    Es gibt keine Heilsbringer und es gibt auch keinen Mesias, diesen Beweis ist uns bislang die Welt schuldig geblieben!

    Lasst uns deshalb mit realistischen Vorstellungen einen Wandel in Deutschland vollziehen und schont mich und vielleicht auch noch einige Andere mit dem leidigen Christentum, es wird uns garantiert nicht helfen die entsprechenden Wählerstimmen zu generieren.

    Wir im KV Ulm/Alb-Donau haben einen resoluten Vertreter dieses Glaubensangebots und ich darf deutlich sagen, dass nicht nur mir diese gebetsmühlenartigen Ausführungen bei unseren Stammtischen brutal auf den Sack gehen, ja ich musste mich sogar dabei ertappen, dass ich bei unserem letzten Treffen Herrn Rainer Rösl lautstark ins Wort gefallen bin, bitte lieber Rainer verschone uns künftig und lass uns doch bitte vernünftige Dinge für den anstehenden Wahlkampf besprechen, so wie wir es in der Vergangenheit, als Team ohne Tischgebete, auch getan haben!

    Roger Hezler, Gründer des KV Ulm/Neu-Ulm

    1. Rainer Rösl sagt:

      Tischgebete an Stammtischen von Kreisverbänden????

      Der war gut, lieber Roger!

      Ruhig Blut! Der vergangene Stammtisch war mein letzter!

      Ich komme mit Sicherheit zu keinem Stammtisch mehr.

      Nun, es ist jetzt in Ulm so, wie es zuletzt in Göppingen war, bis Volker münz wegen der öffentlichen Anfeindungen zurücktrat.

      Da ich kein Mitglied des Vorstands bin, kann ich nicht zurücktreten.

      Ich komme halt einfach nicht mehr dorthin.

      So wird auch ein Schuh d’raus und ich muss mir dein Geschrei nicht anhören.

      Alles Gute für Dich im Wahlkampf!

      Rainer

    2. Hannes Wagner sagt:

      @ Herrn Hetzler: Ich vermisse in Ihrem Beitrag einen Bezug zum Artikel. Hardy Schumny propagiert nicht, dass die AfD einen “Heilsbringer” oder einen “Mesias” verkünden soll, sondern erklärt, dass “der Christ in der AfD … über ein ihm eigenes Wertesystem” verfügt, “das ihn selbst prägt und für das er genauso werben kann und soll”. Es geht also nicht um die Vekündigung von Gottglauben, sondern um die Werbung für christliche Werte in der Partei und durch die Partei. Wo liegt das Problem?
      Dass Sie, statt inhaltlich auf Schumny einzugehen, auf Rainer Rösl rumhacken, ist irritierend.

  5. Daniel Rossmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Schumny, ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen und ich stimme ihnen inhaltlich auch vollständig zu. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob es überhaupt richtig ist solche Texte (das gilt auch für die Kommentare von mir) noch zu veröffentlichen.

    Es schlägt einem sofort und regelmäßig Feindschaft entgegen. An einer sachlichen Auseinandersetzung sind die meisten gar nicht interessiert und wahrscheinlich auch gar nicht in der Lage.

    Jeder denkende Mensch müßte Ihnen zustimmen, auch dann wenn er kein Christ ist, denn allein der Menschenverstand sagt, daß das was sie schrieben wahr ist. Das könnte auch kein Nichtchrist, wenn er aufrichtig ist leugnen.

    Wenn jemand anderer Ansicht ist, dann möge er das beweisen. Der Beweist wird nicht erbracht werden können, man kann nur mit dumpfen und herabsetzenden sachlich nicht begründbaren Anfeindungen versuchen die Ausführungen kaputt zu machen.

    Ein Gesetzeswerk wie das Grundgesetz (oder auch die Verfassung der USA) konnte sich nur ein vom Christentum geprägtes Volk gehen. An keinem anderen Ort der Welt konnten sich diese unveräußerlichen Rechte die heute allgemein “Menschenrechte” genannt werden sonst herausbilden.

    Die Problematik die ich aber sehe ist die, daß Deutschland nicht nur kein christliches Land mehr ist sondern, nachdem es sich von der Wurzel – dem Christentum – getrennt hat, nun dabei ist, sich auch von den Früchten die daraus gewachsen sind, den christlichen Werten, zu trennen, bzw. diese zu verlieren. (Die Folge davon wird eine Totalitäre Herrschaft sein, die aber die meisten Menschen meiner Ansicht nach begrüßen werden, solange es ihnen materiell gut geht, wenn das einmal nicht mehr der Fall sein wird, wird die Kontrolle bereits so total sein, daß es zu spät sein wird.).

    Wenn die AfD also eine Politik machen möchte, die sich an christlichen Werten orientiert will ich das unterstützen. Ich denke aber, daß das sehr schwer werden wird. Die AfD kann mit einer solchen Politik bis zu einem gewissen Grad Erfolg haben, sie kann damit den Einzug in die Parlamente schaffen und wenn sie es schafft ihre an christlichen Werten orientiere Politik dem Bürger zu vermitteln (was wegen der durch Medien und Politik betriebenen Verunglimpfung im Herbst nicht in der Weise gelungen ist, daß es für einen Einzug in den Bundestag gereicht hätte) kann sie vielleicht 20% oder sogar 30% der Wählerstimmen bekommen, aber ich glaube, daß man in einem weitgehend entchristlichten Land, wie es unser Land heute ist, mehr Stimmen mit einer solchen Politik nicht bekommen kann.

    Viele Leute, auch in der AfD sehen z.B. nichts Falsches an der Hetze, die deutsche Medien und Politiker schon sei Monaten gegen Rußland betreiben, weil Rußland ein Gesetzes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erlassen hat, das es den Schwulenverbänden verbietet an Schulen oder in der Öffentlichkeit gegenüber Kindern, für Homosexualität zu werben.

    Ein solches Gesetz müßte eigentlich von jedem Menschen der noch etwas Sittlichkeit und Anstand hat, beführwortet werden. Hier in Deutschland ist bei vielen Menschen das Gegenteil der Fall, Medien und Politiker sprechen davon, daß die “Menschenrechte” der Homosexuellen dadurch verletzt würden und ereifern sich in einem Maß über das Gesetz dem jeder Maßstab verlorengegangen ist und der teilweise bereits in Gesinnungsterror ausartet (s. dazu den Umgang des Münchner Stadtrates und der Münchner Medien mit dem russischen Dirigenten Valery Gergiev, auf den man von Seiten der Medien, der Politik und auch aus der Gesellschaft heraus, solange in einer für freie Bürger unwürdigen Weise psychisch Druck ausübte, bis er sich von dem Gesetz öffentlich distanzierte oder den Umgang der hiesigen Politiker und Presseleute mit der russischen Stabhochspringerin Isinbajewa, oder die „Hetze“ die die Schwulenverbände mit Unterstützung von Medien, Politik und einer breiten Öffentlichkeit gegen die italienische Nudelfirma Barilla betrieben hat bis diese schließlich ihre Werbung mit Vater, Mutter und Kindern zurückziehen mußte und an deren Stellt Werbung mit einer „homosexuellen Familie“ setzte).

    Homosexuelle haben kein Recht für ihre sexuelle Präferenz an Schulen oder in der Öffentlichkeit zu werben und ein Verbot dieser Werbung verletzt auch kein Menschenrecht, wie die EU behauptet. Auch in Deutschland verstößt eine solche Werbung eigentlich gegen Art. 2 Abs. 2 Alt. 2 GG. Und Homosexuelle haben auch kein Recht darauf Firmen oder Personen des Öffentlichen Lebens dazu zu zwingen sich positiv über Homosexualität zu äußern, bzw. Homosexualität zu bewerben.

    Dieses Abgleiten so vieler Menschen auf eine so niedrige sittliche Stufe, wird dazu führen, daß wenn die AfD dabei nicht mitmacht, sie wie Herr Putin sehr starken Anfeindungen ausgesetzt sein wird.

    Eine in Unsittlichkeit und menschliche Verrohung gefallene Gesellschaft wird es auf Dauer nicht dulden, daß Menschen sich und ihre Kinder in ihrer Mitte vor Unsittlichkeit bewahren. Daher kam meines Erachtens auch ein großer Teil der Angriffe gegen Herrn Lucke vor der Bundestagswahl letzten Herbst.

    Und das ist auch einer der Gründe, warum die Regierung von BW den Bildungsplan möchte, es soll damit die Sittlichkeit der Kinder zerstört werden, also in der Tat eine Umerziehung hin zu einer neuen Moral oder neuen Ethik stattfinden, die aus christlicher und auch aus naturrechtlicher Sicht eine verwerfliche Ethik und eine Unmoral ist, das ist der eigentliche Grund der hinter dem Bildungsplan der offiziell für mehr Toleranz steht, verborgen ist (wer das nicht glaubt, oder für übertrieben hält, der lese bitte die Chef-Ideologen der Frankfurter Schule, Marcuse, Horkheimer, Adorno dort kann man das im Detail nachlesen).

    Die Folge wird eine vollständige Auflösung unserer gesellschaftlichen und staatlichen Strukturen sein, wie wir sie jetzt teilweise ja bereits erleben, an deren Ende, wie bereits gesagt der Totalitarismus einer „Weltregierung“ (die die westliche Welt umfassen wird, ohne Rußland und ohne die Asiaten) stehen wird.

    Ob die AfD es schafft Deutschland aus diesem Totalitarismus herauszuhalten, ist sehr fraglich. Das wäre nur möglich, wenn Deutschland es schaffen könnte sich aus dem transatlantischen Netzwerk zu lösen und mit Rußland ein Zweckbündnis einzugehen. Die Chancen dafür sind aber sehr gering. Sonst kann sie mit ihrer Politik allerhöchstens einen Aufschub bewirken.

    Putin hat letztes Jahr auf dem Valdai-Forum zu diesem Thema eine kurze aber bemerkenswerte Rede gehalten. Ich erlaube mir einen Ausschnitt daraus zu zitieren:

    Eine weitere Gefahr für die russische nationale Identität hängt mit den Prozessen zusammen, die wir außerhalb Rußlands beobachten. Dazu zählen außenpolitische, moralische und andere Aspekte. Wir sehen, daß viele euro-atlantische Staaten den Weg eingeschlagen haben, auf dem sie ihre eigenen Wurzeln verneinen bzw. ablehnen, einschließlich der christlichen Wurzeln, die die Grundlage der westlichen Zivilisation bilden. In diesen Staaten werden moralische Grundlagen und jede traditionelle Identität verneint – nationale, religiöse, kulturelle oder sogar geschlechtliche Identitäten werden verneint bzw. relativiert. Dort wird die Politik gemacht, die eine kinderreiche Familie mit einer homosexuellen Lebenspartnerschaft gleichsetzt, sie setzt den Glauben an Gott mit dem Glauben an Satan gleich. Die Exzesse bzw. Übertreibungen der politischen Korrektheit in diesen Ländern führen dazu, daß sogar die Frage der Legitimierung der Parteien ganz seriös gestellt wird, welche sich für die Propaganda der Pädophilie einsetzen. Die Menschen in vielen europäischen Staaten schämen sich und haben regelrecht Angst offen über ihre religiöse Zugehörigkeit zu sprechen. Es werden in Europa christliche Feiertage und Feste abgeschafft, oder sie werden neutral umbenannt als würde man sich für diese christlichen Feste schämen. Damit versteckt oder verheimlicht man den tieferen moralischen Wert von diesen Festen. Und dieses Modell versuchen diese Staaten aggressiv den anderen Ländern weltweit aufzuzwingen. Ich bin zutiefst überzeugt, daß das der direkte Weg zu Niedergang und Primitivisierung ist. Das führt zur Vertiefung der demographischen und moralischen Krise im Westen. Was kann ein besserer Beleg für eine moralische Krise einer menschlichen Gesellschaft sein, als das Verlorengehen ihrer Reproduktionsfunktion?! Und heute können beinahe alle „entwickelten“ westlichen Länder sich reproduktiv nicht erhalten. Und das nicht einmal mit Hilfe der Migranten! Ohne moralische Werte, die im Christentum und in anderen Weltreligionen begründet liegen, ohne Normen und moralische Werte, die sich Jahrtausende lang formiert und entwickelt haben, werden die Menschen unvermeidlich ihre Menschenwürde verlieren. Und wir halten es für richtig und für natürlich, diese moralischen (christlichen) Werte zu verteidigen und zu bewahren. Man muß das Recht auf Selbstbestimmung einer jeden Minderheit respektieren, aber auch das Recht der Mehrheit kann und darf nicht angezweifelt werden! Gleichzeitig mit diesem Prozess auf nationaler Ebene beobachten wir auf internationaler Ebene die Versuche das unipolare, unifizierte Modell der Welt zu begründen, Institutionen des internationalen Rechts und nationaler Souveränität zu relativieren und aufzuheben. In einer solchen unipolaren, einheitlichen Welt ist kein Platz für souveräne Staaten. Eine solche Welt braucht nur Untertanen. Aus historischer Perspektive würde eine solche unipolare Welt das Aufgeben der eigenen Identität und der von Gott geschaffenen Vielfältigkeit bedeuten. Rußland wird mit denen sein, die dafür eintreten, daß wichtige globale Entscheidungen auf gemeinsamer Grundlage getroffen werden müssen und nicht im Interesse nur eines Staates oder einer Gruppe von Staaten.

    Wladimir Putin

    Die Rede kann man im Original-Ton mit deutschen Untertiteln hier hören:
    http://www.youtube.com/watch?v=Dv32-PuW1XQ

    Ich stimme Putin zu und würde mir wünschen, daß sich in der AfD eine Mehrheit findet, die das ähnlich sieht. Die AfD sollte sich aber bewußt sein, daß wenn sie diese Werte vertritt, sie sich damit zum Todfeind der EU macht, die sich im EU-Vertrag verpflichtet hat, das auf der Zweigeschlechtlichkeit gegründete christliche (bipolare) Menschenbild (der Mensch als Mann und Frau) zu bekämpfen (das Wort bekämpfen steht so ausdrücklich im Vertrag).

    Es wäre auch utopisch zu glauben, daß das noch einmal geändert werden könnte, denn die Zerstörung des bipolaren Menschenbildes ist die Voraussetzung für die Schaffung eines Universalstaates, der Universalstaat ist aber das unaufgebbare Ziel derer, die die Macht in der westlichen Welt ausüben.

    Das christliche Menschen- und Weltbild steht folglich in unvereinbarem Gegensatz zu dem Menschen- und Weltbild der EU. Es stellt das Feindbild Nr. 1 der EU (und inzwischen auch großer Teile der Bevölkerung) dar. Darüber muß sich die AfD bewußt sein.
    Ob die AfD die innere Geschlossenheit aufbringt für ein solches Menschen- und Weltbild offen einzustehen, weiß ich nicht. Möglicherweise ist diese Frage noch nicht entschieden, nach meiner subjektiven Einschätzung sieht es zur Zeit eher so aus, daß sie dazu nicht in der Lage sein wird und dazu, zumindest in Teilen, auch nicht willens ist. Und wäre sie das, würde sie das möglicherweise zum Märtyrer machen.

    Ich erlaube mir mit einem Zitat zu schließen, das die vollkommene Gegenposition zu dem Menschenbild zum Ausdruck bringt für das die EU steht und für das der neue Baden-Württembergische Bildungsplan steht. Es stammt von dem Franzosen Jean Pierre Aussant.

    “Ist Homosexualität eine Sünde?

    Vorwort: Da alle drei Religionen des Buches, Judentum, Christentum, Islam eindeutig gegen die Legalisierung der Homo-Ehe sind (also Milliarden Leute auf der ganzen Welt), gehe ich davon aus, dass diese Debatte nicht verboten ist. (Es sei denn man wolle diese Milliarden Menschen verhindern zu Wort zu kommen. Übrigens, gegen die Legalisierung der Homo-Ehe zu sein, bedeutet nicht Homophob zu sein. Anlässlich der der vor kurzer Zeit in Frankreich geschehen Debatte, wissen wir, dass 40% der Gays selbst gegen die Legalisierung der Homo-Ehe sind. Sind Homosexuelle selbst Homophob?).

    Aber hier die einzige wahre Frage: ist Homosexualität eine Sünde?

    Zwar, im neuen Testament, verurteilt heiliger Paulus sehr deutlich im Anfang seines Briefes an die Gemeinde von Rom homosexuelle Umtriebe. (Römer 1. 25-28)

    Zwar, prinzipiell und aus evidenten Gründen, wenn alle Menschen Homosexuell wären, würde die Fortpflanzung der Spezies gefährdet. Insofern ist es nicht falsch zu sagen, dass Homosexualität, biologisch betrachtet, ein nicht gerade „lebensorientierter“ Zustand ist.

    Zwar, stimmt es, dass wenn unsere Eltern „Gay“ gewesen wären, würden wir einfach nicht da sein um darüber zu diskutieren…und wer das leugnet, begeht einen Affront gegen den gesunden Menschen verstand.

    Homosexualität war, ist und wird immer wesentlich unnatürlich sein. Es ist eine Unwahrheit zu behaupten, dass in der Antike sie als normal betrachtet war. Socrates wurde eben zum Tode verurteil, (zum Teil) wegen seiner Homosexualität.

    Gleichwohl, in Sachen Sünden, bei näherem Zusehen, sind die Sachen ein bisschen komplizierter als sie spontan erscheinen können.

    Ich glaube, es sei hier relevant eine Stufenfolge in vier „Zustände“ zu etablieren.

    Erster Zustand.

    Der Zustand des Heldenmuts

    Die Person hat homosexuelle Tendenzen, praktiziert aber nicht und kämpft gegen diesen Drang.

    Ich glaube, in diesem Fall kann es natürlich nicht die Rede sein, dass dieser Mensch sündigt.
    Ganz im Gegenteil er benimmt sich irgendwie heldenhaft, indem er versucht gegen diese Orientierung zu kämpfen.

    Zweiter Zustand.

    Der Zustand der Feigheit

    Hier die Person ist schwach, sie praktiziert.
    Wahrscheinlich versucht sie, irgendwie gegen diese Tendenz zu kämpfen, aber sie schafft es nicht. „La chair est faible“, wie man auf Französisch sagt.

    Zwar kann man schon von einer Sünde reden. Gleichwohl, solange es „geheim“ bleibt ohne Versuch irgendeine Werbung für diesen Zustand zu machen, ohne Versuch der Proselytenmacherei, ist diese Sünde längst nicht die größte.

    Dritter Zustand

    Der Zustand des „Outings“

    Die Person belügt sich selbst, sie schafft eine selbst gebastelte Ethik um jedes schuld Gefühl künstlich wegzuputzen. Sie nennt das Gute böse und das Böse gut. Um das Gefühl der Sünde zu vermeiden, lässt sie die ganze Welt sündigen. Um mit seiner eigenen Finsternis nicht konfrontiert zu sein, lässt sie das ganze Universum finster werden.

    Das Niveau der Sünde hier ist Sache Gottes. Nur Gott weiß…

    Vierter Zustand

    Der Zustand des Goldenen Kalbes .

    Mit diesem Zustand, der von der Legalisierung der Homo-Ehe charakterisiert ist, ist es ein bisschen als ob wir Gott sagen würden: „Du hast das Leben geschaffen, dadurch hast du diese wunderbare Beziehung zwischen Männern und Frauen erfunden, damit sich das menschliche Leben, durch eine sexuelle Union, fortpflanzen kann, aber nein, danke! Wir sind nicht interessiert, wir geben dir den Schlüssel des Lebens zurück und wir Legalisieren einen Zustand aus dem keine Entwicklung des Lebens (Fortpflanzung) möglich ist“.“ Du hast uns das Leben gegeben, wir ziehen aber den Tod vor.“

    Und da haben wir zu tun mit einem frontalen Angriff gegen Gott.

    Seltsamerweise, die größte Sünde in punkto Homosexualität , betrifft wahrscheinlich nicht die Homosexuellen selbst , die wenigstens den mildernden Umstand haben, ihre Homosexualität geerbt zu haben [hier irrt meines Erachtens der Autor, Homosexualität wird nicht vererbt, sondern entsteht], einfach so, von Anfang an, ohne danach gefragt zu haben. Nein die Größte Sünde wird von Menschen begangen, die selbst keine Homosexuellen sind, die aber aus einer falschen Toleranz, aus einer nicht transzendentalen selbstgebastelten Ethik, aus einer falschen Liebe in der Unwahrheit, vor dem Altar des Zeitgeistes kriechen und Homosexuellen Proselytismus unterstützen. Ja, die größten Sündiger sind diese Menschen, die aus einer Mischung an Feigheit und klein karierter persönlichen Interessen das goldene Kalb des Moments vergöttern. Die ewigen Anhänger des „Mainstreams“, deren Seelen chronisch unfähig sind dem Gruppenzwang und dem Konformitätsdruck der Diktatur des Moments zu widerstehen.“

    1. Marcus Falkenberg sagt:

      Sehr geehrter Herr Rossmann,
      Sie bringen es auf den Punkt. Dieser Feststellung der gegenwärtigen Realität ist weiter nichts mehr hinzuzufügen. Sehr mutiges Statement!

    2. Stephan Wunsch sagt:

      Es ist Ihnen beim verfassen des ellenlangen Elaborats offenbar entgangen, aber es geht nicht um Homosexualität sondern um den -fehlgeschlagenen- Versuch, die AfD als christlich-konservative Partei zu verorten.

      Wobei man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, um Homosexualität geht es speziell für so manchen ‘christlich-konservativen’ Parteifreund IMMER. Woran das wohl liegt? Wussten Sie eigentlich, dass derart exzessive Homophobie sehr oft ein Zeichen für die eigene unterdrückte Homosexualität des Betreffenden ist?

      Es ist letztlich ein Projektion, ein Abwehrmechanismus. Er umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können. Eine solche Projektion richtet sich auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt.

      Quellen u.a. hier: http://psycnet.apa.org/journals/psp/102/4/815/

    3. Hardi Schumny sagt:

      Sehr geehrter Herr Rossmann,
      ich möchte Sie ausdrücklich ermutigen, solche Texte, die durchaus auch provozierend sein können, weiterhin ins Netz zu stellen. Bedenken Sie bitte, dass negative, teilweise sogar gehässige Kommentare durchaus nicht repräsentativ sein müssen. Außerhalb des Kreises der hier Diskutierenden werden die Inhalte sehr wohl wahrgenommen und dort lässt man sich auch von abfälligen Kommentaren nicht abschrecken.
      Die mir persönlich zugetragenen Kommentare zu meinem Debattenbeitrag waren durchwegs positiv. Selbst aus Hessen erhielt ich eine Anfrage nach Mitgliedschaft im AK Christen.
      Insofern: “Mut zur Wahrheit” !

    4. Hardi Schumny sagt:

      Wegen unbequemer Meinungen wird bei uns glücklicherweise niemand hinausgeworfen. Dies gilt selbst bei christophoben Ansichten.

      1. Albrecht Pachl sagt:

        An die Herren Rossmann und Schumny!

        Ihre Ausführungen haben mit Christentum nichts zu tun.
        Sowohl die katholische Weltkirche als auch die EKD und die anglikanische Kirche und viele andere nationalevangelische Kirchen stellen sich gegen ihren Unsinn.
        Nur wiel sie sich christlich nennen, sind sie es noch lange nicht.
        Da sie auch nicht liberal und nicht konservativ auch nicht sozial sind, haben sie in der AfD nichts zu suchen.
        Meine Freunde und ich werden alles daran setzen, daß sie und ihre Kumpane in dem sektirerischen Sumpf verschwinden, aus dem sie gekrochen sind.
        Suchen sie sich doch eine Bleibe bei den Palin-Spinnern in den USA. Da gehören sie hin. Aber bitte lassen sie uns im christlichen Europa mit ihren antibiblischen Spinnereien in Ruhe.

        A. Pachl
        (Kath. Theologie mit sehr gutem Universitätsabschluß an drei Universitäten)

        1. Hardi Schumny sagt:

          Haben Sie außer Beleidigungen auch noch konkrete Argumente ?

  6. Timo Salzmann sagt:

    Religion und Politik bzw. Staat gehören getrennt.
    Auch sehr viele bekennende Christen nicht nur in der AfD sind dieser Meinung.
    Auch vertritt der AK Christen in der AfD nur einen Teil der Christen in der AfD.
    Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo die Freiheit der anderen anfängt.
    Die AfD wurde wegen der Eurokrise gegründet, und nicht um religiöse Werte durchzusetzen. Auch verbietet dies das Grundgesetz.
    Wenn man anfängt, Menschen christliche, islamische oder andere religiöse Gesetze aufzuzwingen, wird dies schlimm enden.

  7. Marcus Falkenberg sagt:

    Chapeau! Hardy, Du sprichst mir mal wieder aus der Seele! Klasse!

  8. Marcus Mattheis sagt:

    Es ist doch äußerst bigott vom Christentum als Grundlage, quasi dem Fundament der Menschenrechte zu reden, gleichzeitig aber ist der Vatikan neben Weißrussland der einzige Staat, der die Europäische Menschenrechtskonvention NICHT unterzeichnet hat.

    Auch die Befassung mit der Homosexualität grenzt an Irrsinn. Was ändert sich denn, wenn Homosexuelle “heiraten” dürfen? Richtig: sie dürfen heiraten. Daran geht weder die Welt, noch die Zivilisation zu Grunde. Die Frage ist lediglich, wann sollen solche Bindungen staatlich gefördert werden. Und da hat unser “Gott sei Dank” demokratisches Grundgesetz im §6 eine deutliche Formulierung, nämlich den Schutz der Ehe und der Familie. Wie man aus dem Kontext sehr gut lesen kann, geht es dabei auch um Kinder.
    Welche Angst treibt einen Herrn Rossmann (stellvertretend) um, dass er sich so vehement gegen das Grundgesetz stellen will? Was ist daran so verwerflich, wenn zwei Menschen Verantwortung füreinander übernehmen?
    Selbstredend muss der Staat für die Förderung der reproduktiven Gemeinschaften sorgen, das ist das schlichte Existenzinteresse des Staates. Das bedeutet aber nicht, dass damit zwangsläufig die althergebrachte Definition der “Eheschließung” gemeint ist. Die Lebenswirklichkeit in Deutschland zeigt hier andere Tendenzen.

    1. Rainer Rösl sagt:

      Hallo Marcus,

      der Vatikan weiß genau was er unterzeichnet. Auch die Charta der EU – ein humanistisches Trauerspiel – würde die Kirche nicht unterzeichnen. Die Kirche geht nur da mit, wo die Lehre von Jesus Christus voll gewahrt ist.

      Gruß
      Rainer

  9. Volker Rotter sagt:

    Ist schon ziemlich lange her, dass ich einen Text wie den des Herrn Rossmann gelesen habe,wo der Begriff der “Sünde” eine Katgorie zur Bewertung der Welt ist. So wird die AfD sich aber ganz schnell richtig Wählerschaft der PBC bewegen. Und entsprechend erfolgreich sein …

  10. Eugen Ciresa sagt:

    Einfach mal den Text von Herrn Schumny ohne Vorurteile und überlegend durchlesen, ob gläubig oder nicht ändert an den Realitäten nichts.
    Mut zur Wahrheit.

    Eugen Ciresas private Meinung

  11. Harald Noth sagt:

    Die Überlegungen von Hardi Schumny sind sehr bedenkenswert. Dass Demokratie mehr als ein technisches Regelwerk für Abstimmungen ist, muss ich voll unterstreichen. Die Demokratie bedarf einer sittlichen Grundlage, der sich alle verpflichtet fühlen, sonst funktioniert sie nicht. Diese Grundlage muss nicht christlich sein. Im Iran herrscht ebenfalls die Staatsform der Demokratie, ihre Grundlage ist aber die Scharia. Der Wächterrat spielt dort die Rolle, die bei uns das Bundesverfassungsgericht hat. Er überprüft Wahlkandidaten und Parlamentsbeschlüsse auf ihre Vereinbarkeit mit den Prinzipien des Islam und der Verfassung der Islamischen Republik Iran. Analoges tut auch das BVG, siehe das KPD-Verbot oder die Überprüfung der NPD sowie die BVG-Rügen von Gesetzen. Während in der deutschen Demokratie Religionsfreiheit herrscht, wird in der iranischen der Abfall vom islamischen Glauben mit dem Tod bestraft, um nur ein Beispiel zu nennen, was für einen gewaltigen Unterschied es macht, ob die sittliche Grundlage so oder anders ist.

    Die Demokratie ist auf Kompromisse angewiesen. Wenn eine Mehrheit große Minderheiten dauerhaft knechtet oder bis aufs Messer bekämpft, kann das formal demokratisch sein, aber der Staat versinkt im Chaos oder wird zur Diktatur. Jugoslawien etwa war als titoistische Diktatur lebensfähig, aber nicht als Demokratie, unter anderem war im Kosovo und in Bosnien kein Kompromiss zwischen Christen und Muslimen möglich. Im Irak, in Syrien, in Ägypten und anderen Ländern konnte die Freiheit christlicher und anderer Minderheiten nur diktatorisch geschützt werden, Demokratie funktioniert nicht. Die Demokratie in der Schweiz dagegen wird von vielen, auch vielen liberalen AfDlern als vorbildhaft angesehen; wir haben dort drei große Sprachgruppen und mehrere christliche Konfessionen mit einem gemeinsamen Wertefundament.

    Hardi Schumny konstatiert zurecht, dass unsere „sittlichen Grundlagen“ und „Wertmaßstäbe“ „weitestgehend“ aus der „christlichen Religion“ entstammen und tritt für eine „an christlich-abendländischen Werten orientierte Politik“ ein. Aber welches sind denn diese Werte? Ich bin philosophisch und theologisch nicht gebildet und finde auf die Schnelle keine Definition. Ich denke aber, dazu gehören:
    *Die Vorstellung von der Menschenwürde – alle Menschen sind als Ebenbild Gottes geschaffen.
    *Die Meinungs- und Religionsfreiheit
    *Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau
    *Die soziale Verantwortung (dazu gehört Nächstenliebe, Treue (= Verantwortung) unter Gatten und in Familien, Verantwortung für den Nächsten
    *Die Bereitschaft zur Versöhnung

    Diese Werte sind in der Lehre Jesu, im Neuen Testament angelegt und kennzeichnen die christliche Kultur, die – noch – Grundlage unserer Gesellschaft ist. Sie beinflusst auch die meisten Menschen, die sich nicht als Christen fühlen und hat weltliche Geistesströmungen inspiriert. Die Mitglieder unserer Gesellschaft haben die Werte verinnerlicht und sind sich normalerweise ihrer nicht bewusst. Es existierte und existiert ein Spannungsverhältnis zwischen der Herrschaft, die diese Werte mal mehr, mal weniger realpolitisch relativiert und der christlichen Basis, die sich ihrer in Bibel und Tradition immer wieder vergewissert und sie von neuem einfordert. Manfred Kleine-Hartlage konstatiert, dass die Katholische Kirche als Institution versucht habe, die Moderne aufzuhalten. “Aber die Botschaft, die sie verkündete, wurde (…) zur Grundlage der Aufklärung und der liberalen Säkularität, auf denen unsere heutige Gesellschaft basiert. Ohne christliches Anedland kein moderner Westen.”

    Diese Werte christlichen Ursprungs sollten allen, auch Nichtchristen, heilig sein, wenn sie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bewahren und keinen Kulturbruch wollen. Über die aus diesen Werten abzuleitenden politischen Forderungen kann und muss gestritten werden. Konstruktive Kritik – ja, unbedingt! Aber die krampfhafte Abgrenzung gegen alles Christliche seitens vieler Liberaler und demokratischer Rechter ist verfehlt; sie bekämpfen damit ein Stück weit ihr eigenes Fundament.

    1. Rainer Rösl sagt:

      Harald Noth – wie immer brilliant!

      Grüsse!
      Rainer

  12. Marcus Mattheis sagt:

    Herr Noth, Sie verstehen offensichtlich nicht. Abgesehen von der – mal wieder – paranoiden Angst vor dem Islam, gibt es keine “krampfhafte Ablehnung alles Christlichen”, sondern eine völlig normale und wie bei der Gründung der AfD einmal propagierte, sachliche Ablehnung der Überbetonung des Christentums.

  13. Volker Richter sagt:

    Wie christlich darf´s denn sein ?

    Das christliche Deckmäntelchen zieht genau so wenig, wir das ökologische Deckmäntelchen, beides versucht nur, die Menschen bis zum Erbrechen auszubeuten.

    Ich habe nicht mitbekommen, dass die katholischen Priester für den Missbrauch an Kindern ins Gefängnis mussten.

    Was ich mitbekomme, wir bezahlen den ganzen Schmonzens über unsere Steuern und als mir ein evangelischer Pfarrer mal sagte, die Kirche sei wie ein Verein, war die Nummer für mich gelaufen.

    Die Kirchen müssen komplett vom Staat getrennt werden, also sollen sie ihre eigenen Dinge bezahlen, ihren Beitragseinzug selbst gestalten und jeder kann austreten, indem er der Kirche ein Einschreiben schickt.

    Ende aus und vorbei, denn nur so besinnen sich die Kirchen darauf, endlich auch politisch tätig zu werden und etwas für die Menschen zu tun, indem sie ihre Interessen vertreten.

    Mein Glaube an Gott ist so gut und so schlecht wie der Glaube eines jeden, ob Christ oder Moslem. Jeder nach seiner Fasson, darüberhinaus sollte unsere Gesellschaft sich an die Menschlichkeit anlehnen, völlig unabhängig der jeweiligen Glaubensrichtung.

    1. Rainer Rösl sagt:

      Hallo Herr Richter, wenngleich ich nicht feststellen kann, dass die Kirche die Menschen “bis zum Erbrechen” ausbeutet, so haben Sie in puncto Trennung von Staat und Kirche einen wichtigen Punkt angesprochen! Auch ich würde mir wünschen, dass die teilgegenderte links-grüne Pastoralbürokratie, die mit meiner Kirchensteuer u.a. antikirchliche, romfeindliche und nicht von der Schrift gedeckte Veranstaltungen finanziert, jede finanzielle Grundlage entzogen bekommt. Denn nur die Beendigung von staatsverträgen/Konkordaten sowie der Zölibat unserer Priester ermöglicht eine unabhängige Verkündigung des Wortes Gottes, ohne Rücksicht auf Angehörige oder “Vorgesetzte” im Staate.

      Die Muslimverbände können hier freier agieren, da es keine Staatsverträge gibt. Sie sind in diesem Sinne im Vorteil. Während Bischof Fürst zeitgeistkonform in seiner Kirchenverwaltung “Frauen in Führungspositionen” hieven muss (um von den Medien nicht verfolgt zu werden), lachen sich muslimische Mitbürger über solche clerical correctness-Aktionen freilich kaputt.

      Schon eine verrückte Sache das Ganze, nicht wahr?

  14. Michael Kalff sagt:

    Oh weh, die Polit-Christen kommen….

    JA, Staaten und Gesellschaften brauchen werte, sonst funktionieren sie nicht.
    NEIN, die “christlichen” Werte taugen gerade nicht dazu – jedenfalls nicht allein.
    KEINE Religion kann beanspruchen, allein den STAAT zu machen! In modernen Gesellschaften können Werte NICHT mehr verbindlich mit Religion begründet werden – mit WELCHER denn? Es war ja gerade die Aufklärung (u.a. KANT), der GEGEN die Kirche und ihren Dogmatismus eine moderne, nämlich vernünftig und daher allgemein nachvollziehbare, deswegen also verbindlich begründbare Ethik hergeleitet hat!

    Noch einmal: der demokratische Rechtsstaat wurde GEGEN die Kirche und GEGEN christliche Dogmen errungen!

    Es ist natürlich GUT, wenn aufgeklärte, religiöse Menschen sich aufgrund ihrer religiösen Werte politisch für das Gelingen von Gesellschaft engagieren, wenn sie eintreten für Unterdrückte, Übergangene, an die Wand Gestellte. Aber bitte mit allgemeingültigen RATIONALEN Begründungen für die Anständigkeit werben, nicht mit Glaubens-Dogmen! Was Menschen nach irgendeiner regionalen Gottesprojektion dürfen oder nicht dürfen, kann niemals politisches Argument, auch kein Wahlargument sein!

    Religion ist also Privatsache und soll es bleiben!
    Politisches Engagement kann und darf religiös motiviert sein, aber im politischen Diskurs gelten keine Dogmen, sondern allgemeingültige Argumente!

    Bitte, liebe Politchristen, macht Euch also die Mühe, sinnvolle Werte nicht mit “Gottes Wort”, sondern mit guten (d.h. rationalen) Argumenten zu begründen!

    Überall, wo RELIGION die Herrschaft über das Politische gewinnt, geht es rasant abwärts mit Freiheit, Lebensqualität, Ehrlichkeit, und rasant aufwärts mit Kindesmissbrauch, Prostitution, Korruption, Kriminalität, Suiziden, Teenagerschwangerschaften und Schwangerschafstabbrüchen – das belegen mehrere Studien. Zusammengefasst: je religiöser eine Gesellschaft, desto sozial dysfunktionaler.
    http://www.heise.de/tp/artikel/21/21126/1.html
    http://moses.creighton.edu/jrs/2005/2005-11.pdf
    http://www.epjournal.net/wp-content/uploads/EP07398441_c.pdf
    http://moses.creighton.edu/jrs/2009/2009-17.pdf
    http://www.dradiowissen.de/religion-glaube-verdirbt-die-gesellschaft.38.de.html?dram:article_id=234240

    Auch ohne das Wissenschaftssprech zu lesen, verdeutlicht das diese Reihe:
    Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien, Jemen, … Türkei, USA … Frankreich, Deutschland, Schweiz … Dänemark, Schweden, Finnland.

    Die AFD in das Spektrum von religiösen Fundamentalisten zu stellen (etwa der Teaparty) wäre also nur beschleunigend für den Abstieg Deutschlands! Für das Gegenteil bin ich in die AFD eingetreten!!!

    Grüße, Michael Kalff

    1. Marcus Falkenberg sagt:

      Werter Herr Kalff,
      tut mir leid das sagen zu müssen, aber ich habe selten so einen hanebüchenen Blödsinn gelesen. Haben Sie Ihre Erkenntnisse beim Kaffeesatzlesen gewonnen? Ich komme aus Oberschwaben, einer noch überwiegend christlich geprägten ländlichen Gegend. Dort ist eben genau das Gegenteil von dem der Fall, was Sie behaupten, eben dass es nicht ” rasant aufwärts mit Kindesmissbrauch, Prostitution, Korruption, Kriminalität, Suiziden, Teenagerschwangerschaften und Schwangerschafstabbrüchen” geht. Wenn Sie schon keine Ahnung von der Realität und christlichen Werten haben seien Sie so gut und verschonen die Allgemeinheit mit Ihren bösartigen Unterstellungen und antichristlichen Diffamierungen!

    2. Rainer Rösl sagt:

      Also Herr Kalff, ganz unter uns: Sie wissen gar nicht was ein kirchliches Dogma ist, gell?

      An Ihren Ausführungen da stimmt ja gar nix. Hinzu kommt eine Intoleranz Ihrerseits gegenüber religiösen Begründungen für politische Ziele.

      Ich würde so sagen in Notenstufen:

      - Demokratieverständnis (BRD): 4-
      - Demokratieverständnis (DDR): 1
      - kath. Religionslehre: 6
      - Geschichte: 6
      - logisches Argumentieten: 5-
      - Realitätsbezug: nicht gegeben

      Gesamtergebnis: nicht versetzt.

  15. Sesa sagt:

    Habe gerade die seit langem interessanteste Stunde vor dem PC verbracht. Ich bin nicht ganz sicher ob ich weinen oder lachen soll.
    Meine eigenen Erfahrungen gehen dahin, dass kein Mensch vollkommen neutral sein kann. Wir alle sind von irgendetwas geprägt. Auch die Grundlagen unserer Rechtsprechung, auch unser Grundgesetz sind es.
    Ich bin überzeugt davon, dass die biblischen Werte eine gute Orientierung bieten. Für mich als Mensch und an meinem Arbeitsplatz zum Beispiel ( Altenpflege). Aber die Bibel ist ein dickes Buch und man wird ihr nicht gerecht, wenn man nur bestimmte Sätze als schlagende Argumente benutzt. Das gilt für alle Beteiligten bei einer Diskussion. Die AfD ist kein Missionswerk und die Bibel kein Handbuch für Politik. Vielleicht sollte man sich da doch mal auf eine gemeinsame Ebene einigen. Bei meinen Mitchristen erwarte ich bestimmte Haltungen und Einstellungen, weil wir uns ja über die selbe Glaubensgrundlage definieren – die Bibel. Und trotzdem gibt es bei den christlichen “Insidern” sehr viele unterschiedliche Facetten. Außerhalb der christlichen Szene kann und darf ich doch nicht einfach verlangen, dass man mir immer zustimmt. Wenn ich von etwas überzeugt bin – am Arbeitsplatz oder bei der politischen Arbeit – kann ich versuchen Einfluß zu nehmen. Aber da sollte ich nicht vergessen, dass es nicht meine Aufgabe ist, Steine zu werfen. ( Insider wissen, was ich meine)
    Jesus fordert uns auf, unseren Mitmenschen mit Achtung zu begegnen. Ich denke, die politische Ebene ist davon nicht ausgenommen – es wäre schön, wenn das beide Seiten beherzigen würden – gell, liebe Kritiker :)

    Falls das jetzt wirklich jemand gelesen hat – danke

    Alles Gute für die AFD

    Sesa

  16. Hardi Schumny sagt:

    Liebe(r) Sesa,
    leider ist das Problem in der AfD viel banaler. Die Christen in der AfD nehmen nur für sich in Anspruch, genauso für ihre Einstellungen zu werben, wie dies andere Gruppierungen auch tun. Und dabei geht es nicht um religiöse Meinungen – die sind in einer Partei tatsächlich unangebracht – sondern um politische !
    Was soll daran schlecht sein?
    Interessant und durchaus überraschend ist es, dass es auch bei uns eine kleine Minderheit gibt, die dies einfach nicht dulden will und mitunter zu Methoden greift, die man sonst nur von der Antifa kennt.
    Das ist sehr schade – wird uns aber nicht davon abhalten, auch weiterhin unsere Meinungen zu vertreten.